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Gehören
noch die ersten FahrradfahrerInnen den reichen und adeligen Gesellschaftsschichten
an, die sich in elitären Fahrradclubs treffen, so wird das Rad bald
zum unverzichtbaren Fortbewegungsmittel der arbeitenden Massen.
Kurz nach der Jahrhundertwende entwickelt sich die Fahrradproduktion
zu einem der erfolgreichsten Zweige der Massenindustrie. Aufgrund
aggressiver Konkurrenzkämpfe sinken die Preise und das Rad wird zum
alltäglichen Transportmittel. Nicht nur zur Überwindung der immer
länger werdenden Wege zum Arbeitsplatz wird es verwendet, sondern
auch, um den feuchten, dunklen Kellerlöchern, in denen die meisten
Arbeiterfamilien wohnen, zu entkommen.
Nachdem die noblen Fahrradclubs den einfachen ArbeiterInnen die Aufnahme
verwehren, gründen diese ihre eigenen Vereine, die nicht selten auch
zur politischen Agitation verwendet werden. Die Arbeiterradfahrer
sehen sich auch als " leidenschaftliche Naturfreunde, die aus dem
Naturleben die Erkenntnis und daraus die Kraft schöpfen, weiter zu
kämpfen für das Ziel der Arbeiterklasse, die aus dem Erleben und den
Geschehnissen der Natur klar ihre ungesunde, unnatürliche soziale
Lage erkennen und daraus die Konsequenzen ziehen."
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