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Auch
wenn es gleichzeitig noch andere Radvarianten wie das sogenannte "Tricycle",
Eis- und Amphibienfahrräder gibt, setzen sich das Hochrad und das
Dreirad - verwendbar für Damen in langen Kleidern und ältere Herrschaften
- durch.
1870 wird auch in Wien das erste Velocipedrennen auf dem Feuerwerksplatz
im Prater (heute Venediger Au) veranstaltet. Zahlreiche Teilnehmer
trainieren im "Velociped-Gymnase" ab sechs Uhr abends und unternehmen
von dort aus Radpartien in den Prater. Friedrich Maurer gewinnt das
Rennen mit so spektakulärem Abstand, daß er mit seiner "rasenden Schnelligkeit"
die Gegner "distanzirte und disgustirte". Noble Clubs werden gegründet,
um dem neuen Sport zu fröhnen. 1882 veranstaltet der "Wiener
Bicycle Club" sein erstes Rennen bei der Rotunde im Prater auf
der eigens zur Radstrecke adapierten Pferderennbahn. Mehr als 8000
BesucherInnen kommen zu dem sportlichen Ereignis.
Trotz zahlreicher technischer Weiterentwicklungen - der Schwerpunkt
wird nach hinten verlagert, um die häufigen Stürze kopfüber - "Headers"
genannt - zu vermeiden - bleibt das Hochrad ein beliebtes Kult- und
Prestigeobjekt. Die aus England kommenden Sicherheitshochräder ("Safeties")
werden abqualifiziert als "Käfer und Kriecher" für "ältere, ängstliche
oder nervöse Fahrer".
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