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Die zunehmende
individuelle Mobilität verkehrt sich jedoch bald in ihr Gegenteil.
Vor allem in den Städten verhindern immer länger werdende Verkehrsstaus
das Vorankommen. Der Glaube an die Technik und die Unabhängigkeit
durch das Auto wird zuguterletzt durch die Energiekrise der 70er Jahre
erschüttert.
Das Fahrrad erlebt als umweltschonende und gesundheitsfördernde Alternative
eine Renaissance. Mit Attributen wie Unabhängigkeit, Individualität
und Schnelligkeit wird die alte, neue Mode des Radfahrens wieder beworben.
In den Städten entstehen Fahrradbotendienste, die Transporte schneller
erledigen können. Die Stadtverwaltungen reagieren mit dem Bau neuer
Radwege
auf diese Entwicklung, wenn auch die Verkehrsplanung oft zu einer
"Verkehrt-Planung" gerät und so mancher Radweg plötzlich "verendet".
Dennoch gibt es heute in Wien ungefähr 800 km Radwege und nahezu 6000
sogenannte Fahrradabstellanlagen. Das Projekt an verschiedenen Stellen
der Stadt Räder zu deponieren, die man ähnlich den Einkaufswagen in
Supermärkten mit einer Geldmünze ausleihen kann, um sie dann an vorgesehenen
Stellen wieder abzustellen, setzt sich jedoch nicht durch.
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